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FREIWILLIGE FEUERWEHR Marienrachdorf
FREIWILLIGE FEUERWEHR        Marienrachdorf

Chronik der Feuerwehr

Aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Marienrachdorf aus Anlaß des 100-jährigen Jubiläums vom 29.Mai 1998 bis 01.Juni 1998
von Elmar Klaas

 

1898
Wie bereits in den Vorveröffentlichungen bzw. im Festbuch des Vereins berichtet, datiert der 3.Januar 1898 als Gründungstag der Wehr.

Erster „Comandant" war Johann Siebenmorgen, sein Stellvertreter Thomas Haubrich, weitere Namen werden genannt – man kann dies nachlesen.

Interessant aber ist weiterhin die Ernennung von Spielleuten, also von Musikern, und zwar die Hornisten Franz Michels und Johann Heyer - und als Tambour (ein Trommler) Jakob Michels.

Der erwähnte Franz Michels übrigens leitete Jahrzehnte später noch im hohen Alter als Dirigent den hiesigen Kirchenchor „Cäcilia".
In der Gründungssitzung wurde ein Antrag an die Gemeinde gestellt zur Anschaffung der notwendigen Geräte und für Musikinstrumente.
Auch kam man überein, die Generalversammlung im November abzuhalten, was für Jahrzehnte beibehalten wurde.

Mit besonderem Stolz wird in den damaligen Aufzeichnungen vermerkt, „dass bei einem Brande in Sessenhausen die Freiwillige Feuerwehr zu Marienrachdorf tatkräftig angegriffen hat, woselbst der Wehr auch der zweite Preis mit Recht zuerkannt wurde."

Es dürfte wohl der erste auswärtige Einsatz gewesen sein.

 

1900
Im Januar 1900 fand die erste Festlichkeit unter der Mitwirkung der Feuerwehrkameraden aus Marienhausen und Sessenhausen statt.

Die Chronik berichtet, daß „zum ersten Male eine Feuerwehrkapelle unter (der) Leitung von Franz Michels spielte."

 

1901
Im Jahr 1901 wurde Anton Fein zum neuen Kommandant gewählt, der später bis zu seinem Tod Ehrenkommandant war.

Auf dem Landesfeuerwehrfest im August nahm zum ersten Male eine Delegation der Wehr teil.

Ab dem Jahre 1901 wurden alle Übungen wurden ab sofort durch Hornsignal bekanntgegeben.

 

1903
Durch Beschluss vom 6.Juni 1903 nahm die Feuerwehr „aus Protest in der nächsten Zeit an Feierlichkeiten nur in Zivil wegen der schlechten Uniform teil."

 

1905
Am 22.Nov. konnte der Chronist endlich mit Stolz vermerken, dass die Wehr mit neuen Uniformen ausgestattet worden war.

 

1914
Im ersten Weltkrieg wurden fast alle Kameraden – wie überall – eingezogen, jedoch leistete eine kleine Gruppe älterer Mitglieder Hilfseinsätze bei Bedarf.

 

1918
Bereits Ende 1918 konnte wieder eine Versammlung abgehalten werden. Es dauerte aber einige Zeit, bis zur Durchführung geregelter Übungen, da es Beschränkungen durch die Besatzer gab.

 

1923
Als dann 1923 das erste Jubiläumsfest sein sollte, erreichte die damalige Inflationszeit ihren Höhepunkt, und das bereits geplante Fest zum 25-jährigen Bestehen musste abgesagt werden.

 

1928
Im Jahre 1928 standen Neuwahlen an. Für den aus Altersgründen ausscheidenden Anton Fein, dieser hatte das Amt seit 1901 27 Jahre inne, wurde Anton Girmscheid zum Brandmeister gewählt.

Weitere Vorstandsmitglieder waren Adam Althof, Johann Althof, Mathias Barthel und Jakob Herkenroth.

 

1937
Am 4. September 1937 fand eine außerordentliche Versammlung statt, in der durch Kreisbrandmeister Hübinger 11 Mitglieder für 25-jährige Tätigkeit ausgezeichnet wurden.

Im selben Jahr konnte die Wehr noch neu eingekleidet werden. Es waren 30 neue Uniformen gekauft worden.

 

1938
kaufte die Gemeinde eine Motorspritze TS 4 mit Schlauchmaterial, die alte Handspritze war doch in die Jahre gekommen.
In der Chronik der Feuerwehr heißt es weiter:
„So stand zu Beginn des zweiten Weltkrieges ein gut ausgerüstete Wehr bereit, aber wie auch zu Beginn des ersten Weltkrieges wurden wieder viele unserer Kameraden eingezogen....
Lange blieb unser Dorf von Kriegsschäden verschont, bis dann am 26.März 1944, 22.00 Uhr, Brandbomben auf einige Scheunen und Stallungen fielen. In diesem ersten größeren Einsatz zeichneten sich besonders die damals erst 15- und 16-jährigen Feuerwehrmänner aus...."

Nach dem zweiten Weltkrieg musste wieder von vorne angefangen werden.
Bei einem Brand in Herschbach war man als erste auswärtige Wehr zur Stelle und wurde ausgezeichnet.

 

1948
wurde ein neuer Vorstand gewählt mit Alois Girmscheid als Brandmeister an der Spitze.

Stellvertreter war Willi Haubrich, Schriftführer Rudolf Fein und Kassierer Josef Radermacher.

An ein Fest aus Anlass des 50-jährigen Bestehens war natürlich 1948 in den Nachkriegswirren nicht zu denken.

 

1951
1951 erweiterte sich der Vorstand um Josef Hörle und Josef Radermacher zu Truppführern, ein Jahr später wurde Josef Hörle stellvertretenden Brandmeister.

 

1955
bewährte sich die Feuerwehr beim Brand der Pfarrscheune.
Pfarrer Fischbach lobte die Feuerwehr und malte aus „was noch alles hätte passieren können" in Anspielung auf das benachbarte Pfarrhaus.

Dies war aber viel weiter entfernt vom Brandherd als das Bürgermeisteramt, das deshalb von der Feuerwehr mit Wasser besprengt wurde , um es vor der Hitzeeinwirkung der nahezu vollständig abbrennenden Pfarrscheune zu schützen.

Pfarrer Fischbach bedankte sich bei der Wehr mit einem Kasten Bier, und tat auch selbst einen tiefen Schluck aus der Flasche.

Einen großen Erfolg errang die Feuerwehr 1955 auf dem Kreisfeuerwehrfest in Selters. Durch intensive Übungen von Brandmeister Helmut Müller mit seiner Gruppe gelang es der Wehr, den ersten Platz zu belegen und die Ehrenurkunde für die Klasse TS 4 in Empfang zu nehmen.

 

1957
genehmigte die Gemeinde die Anschaffung einer Motorspritze vom Typ TS 8.

Helmut Müller löste Alois Girmscheid als Wehrführer ab, stellvertretender Wehrführer wurde Josef Hörle.

 

1958
Durch den Ausfall der Festlichkeiten zum 25-jährigen und 50-jährigen Bestehen bestand doch ein gewisser Nachholbedarf zum Feiern, der durch das 60-jährige Gründungsfest im Mai 1958 gedeckt wurde. Das Festzelt (ohne Fußboden) auf einem Wiesengrundstück in der Schulstraße brachte für die Besucher aufgrund des aufgeweichten Bodens doch einige Probleme mit dem Schuhwerk mit sich.

Hier wörtlich ein damaliger Eintrag:
„Es war im allgemeinen ein gelungenes Fest, jedoch das Wetter war äußerst schlecht. Es regnete an allen Festtagen. In Erinnerung verblieb jedoch der unvergesslich schöne Kommers am Samstag, dem 10.Mai, der mit dem großen Zapfenstreich seinen Höhepunkt fand." Schirmherrschaft über das Fest übernahm der damalige Bürgermeister Erwin Althof.

 

1964
1964 wurden die Feuerwehrkameraden zur Löschung eines größeren Brandes nach Sessenhausen gerufen und in Zusammenarbeit mit anderen Wehren wurde das Feuer in einem Sägewerk gelöscht.

 

1965
Durch finanzielle Unterstützung der Gemeinde konnten neue Uniformen angeschafft werden.

 

1968
wurden in Herschbach die Feuerwehrkameraden Josef Radermacher, Theo Becker und Herbert Herkenroth für 25-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet.

 

1969
(Festbuch 73 u. 78:" Unser jetziges Kraftfahrzeug, das als Mannschafts- und Gerätewagen dient, wurde 1969 angeschafft.)

 

1970
Im März 1970 löschte die Wehr einen Scheunenbrand in der Mittelstraße und im Mai stand der Dachstuhl eines Wohnhauses in der Hauptstraße in hellen Flammen.
Neben den Feuerwehrkameraden sei hier rühmlichst der damalige Pfarrer Joseph Meyers erwähnt, der tatkräftig mithalf, das Feuer einzudämmen.

Auch türkische Gastarbeiter (Marienrachdorf machte mit der Gastfreundschaft damals einen Anfang, das Fernsehen berichtete darüber), Türken also halfen in den Morgenstunden fleißig mit, Mobilar nach draußen auf die Straße zu schaffen.

In der Generalversammlung 1970 wurde ein neuer Vorstand gewählt mit Benno Haubrich als Wehrführer und Josef Radermacher als Stellvertreter.

 

1971
wurden gewählt Wilfried Weyde als Kassierer, Hans Althof zum Schriftführer und Martin Perleberg als Gerätewart

 

1973
dann das 75-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Marienrachdorf. Samstags fand der Kommers unter der Mitwirkung des Musikvereins Marienrachdorf und des Kirchenchores „Cäcilia" statt.

Landrat Dr. Heinen ehrte verdiente Feuerwehrleute.

Der Sonntag begann um 9.00 Uhr mit dem Festgottesdienst und um nachmittags führte die Freiwillige Feuerwehr Herschbach eine Einsatzübung vor, anschließend marschierte ein Festzug durch die Ortsstraßen bis zum Festzelt.

Das Jubiläum klang aus mit einem Konzert des Polizeimusikkorps Rheinland-Pfalz.

Wie 15 Jahre zuvor hatte Altbürgermeister Erwin Althof wieder die Schirmherrschaft übernommen. Leider ist es ihm nicht mehr vergönnt, das 100-jährige Jubiläum der Wehr zu erleben, vor wenigenWochen trugen die Feuerwehrkamerden das verdiente Ehrenmitglied zu Grabe.

Ein letztes Foto von ihm in der Festschrift erinnert an einen auch über die Feuerwehr hinaus geachteten und beliebten Menschen.

 

1975 – 1977
Zum 1.1.1975 ging die Zuständigkeit für das Brandschutzwesens von den Ortsgemeinden auf die Verbandsgemeinden über.

An dieser Stelle soll einmal die gute Zusammenarbeit der Wehr mit dem zuständigen Sachbearbeiter für das Brandschutzwesen in der Verbandsgemeinde, unserem Mitbürger, Herrn Georg Rammerkamm, erwähnt werden, der bis heute, also über 23 Jahre ein guter Sachwalter, und zwar für alle Wehren in der VG, gewesen ist.

Zusammen mit dem amtierenden Wehrleiter - darüber wird noch zu berichten sein, ist also das Brandschutzwesen in der VG Selters „fest in Marienrachdorfer Hand", was natürlich nur Spaß halber vermerkt werden soll.

Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft wurden in den Jahren 1975 bis 1977 geehrt: Lothar Becker, Hans Bendel, Benno Haubrich und Hermann Wolf.

Am 26.Juli 1977 wurde durch Brandstiftung das Jagdhaus „Eichenhorst" zerstört. Gegen 23.oo Uhr riefen die Sirenen die Feuerwehren aus Marienrachdorf, Goddert, Dierdorf und Herschbach zum lichterloh brennenden Haus am Waldrand oberhalb des ehemaligen Bahnhofs.

Die „WZ" widmete dem Brand 2 größere Artikel mit Überschriften wie „Haus der Fotomodelle brannte ab" bzw. „Brandstifter bediente sich der Kanister im Schuppen". Mit Schuppen war ein benachbartes Wirtschaftsgebäude in Holzkonstruktion gemeint, das eine Woche später ebenfalls durch Brandstiftung zum Opfer fiel.

Die Hintergründe der Taten sind aber aufgeklärt worden.

Die Anlagen wurden nie wieder aufgebaut, die freie Fläche von der Gemeinde erworben und durch Aufforstung in das Waldgebiet integriert.

Der damals in der Gemeinde praktizierende Arzt Dr. Billiet eilte auch vorsorglich zur nächtlichen Stunde mit seinem Arztköfferchen an den Brandort.
Einem auswärtigen Feuerwehrangehörigen erschien der Mann mit dem Koffer verdächtig, die Polizei ging seiner Mitteilung nach und trommelte den (natürlich unschuldigen) Arzt zwecks Identifikation aus dem Bett.

 

1978
feierte man 80 Jahre Feuerwehr und dies mit einem tollen Programm, das auch einem „Hundertjährigen" zur Ehre hätte reichen können, u.a. mit Ralf Paulsen und dem Tanzorchester Harro Steffen, der Big Band Boden, der Trachtengruppe Hattert und dem Quartettverein Herschbach, um nur einige zu nennen.

Es war eine Wiedersehensfeier für viele ehemalige Marienrachdorfer Bürger, freitags beim großen Heimatabend, die Idee dazu stammte vom damaligen Fremdenverkehrsdirektor Josef Becker, einem Sohn der Gemeinde.

Die Feuerwehr bzw. der Festausschuss mit Wehrführer Benno Haubrich machten sich viel Arbeit, die vielen Adressen ausfindig zu machen.

Die „WZ" schrieb dazu: „Arthur Meißner kam sogar aus der Schweiz angereist.... ....mit besonderem Beifall auch begrüßt, der ehemaligen Marienrachdorfer Pfarrer Joseph Meyers." Nun ja, er hatte es ein bischen näher und kam - aus Siershahn!

(Dem Wirkungsort nach seiner Marienrachdorfer Zeit 1966-1976)

Dr. Franz Baaden las aus einer neu erstellten Ortschronik vor.

Weiter mit der „WZ: „die Tanzgruppe Marienrachdorf (Leitung Gertrud Müller) setzte folkloristische Akzente, Hans Bruno Müller präsentierte mit dem Jugend-Musikverein strebsamen Nachwuchs, und der Kirchenchor „Cäcilia" (Leitung Roman Eberz) bewies, dass sein Repertoire weit über die musica sacra hinausreicht."

Schirmherr Karl Paul Haubrich sprach von einem „Jubiläum der Nächstenliebe und Kameradschaft" und fand auch an den beiden anderen Tagen passende Worte zu den Feierlichkeiten.

Eine Fotoausstellung, die wohl erste in der Gemeinde, ließ manche Erinnerung an frühere Zeiten aufkommen.
(30.6. bis 2.7.1978)

 

1983
Ein Rentner aus unserer Gemeinde trifft nach einem fröhlichen Umtrunk in Krümmel zu Fuß wieder im Dorf ein, hört die Sirene und erfährt, dass die Alarmierung ihm gegolten hat.
Ja, die Feuerwehr hilft auch besorgten Angehörigen auf Suche nach einem lieben Vermissten.

 

1984
Am 11.2.1984 Beginn der Bauarbeiten zur Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses im Kellerbereich der Grundschule

Am 22./23.November Hochwassereinsatz im Ortsbereich mit Schäden in etlichen Kellern in bis dahin nicht gekanntem Ausmaß.

Statt „Feuerwehr" war in diesen Tagen das Wort von der „Wasserwehr" in aller Munde.

Selten auch, dass ein Haus in der Ringstraße nicht nur vom Wasser sondern ein paar Jahre später auch noch von einem Brand heimgesucht wurde.

(Durch umfangreiche Kanalisationsarbeiten Ende der achtziger Jahre durch die Verbandesgemeinde ist die Hochwassersituation für die Gemeinde wesentlich entschärft worden.)

 

1985
Am 14./15.September 1985 war die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses nach 16-monatiger Bauzeit mit Indienststellung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges, Verabschiedung des Wehrführers Benno Haubrich, Ernennung des neuen Wehrführers Burkhard Haubrich sowie seines Stellvertreters Eckhard Becker.

In Anerkennung der erbrachten Eigenleistungen (viele hundert Arbeitsstunden) wurde die Beschaffung von zwei Pressluftatmern durch die Verbandsgemeinde Selters vorgezogen.

Die Übergabe erfolgte durch Bürgermeister Eckes.

 

1986
Sommerfest mit Tag der offenen Tür mit Spielen der Ortsvereine. Vorführungen der Feuerwehr, so z.B. von kleinen Explosionen Von gefährlichen Stoffen (2./3.8.86)

Neuverpflichtung von Eckhard Becker und Burkhard Haubrich durch Bürgermeister Eckes.

 

1987
12 Feuerwehrangehörige erhielten am 23.Mai 1987 in Wölferlingen nach Absolvierung entsprechender Übungen das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze.

Sie zählten zu den ersten Feuerwehrmännern auf Verbandsgemeindeebene, denen das Abzeichen verliehen wurde.

Die 30 Jahre alte Tragkraftspritze, die erhebliche Funktionsstörungen hatte, wurde gegen eine neue Tragkraftspritze der Marke Metz ausgetauscht, die VG und das Land finanzierten.

 

1988
Am 6. und 8.August beging die Wehr ein Fest aus Anlass des 90-jährigen Bestehens am Feuerwehrgerätehaus, und in einer kleinen Feierstunde wurde die Jugendfeuerwehr offiziell gegründet.

19 Jugendliche erklärten sich bereit, den Dienst in der Jugendfeuerwehr aufzunehmen.

Am zweiten Festtag wurden überörtlich stationierte Feuerwehrgroß- und Sonderfahrzeuge ausgestellt, Jugendfeuerwehren übten und technische Hilfeleistung mit Menschenrettung wurde von der FF Herschbach und dem DRK Herschbach demonstriert.

 

1989
Im Jahresprotokoll für 1989, aber auch in all den anderen Jahren, werden zahlreiche Übungen und Fortbildungsmaßnahmen erwähnt, um mit den gewachsenen Anforderungen Schritt halten zu können.
So wird von 14 Übungen der Atemschutzgeräteträger berichtet, wobei 6 mal unter PA vorgegangen wurde. Auch mußte die Übungsstrecke in Westerburg bewältigt werden.

Erfreulich, daß alle 10 gemeldeten PA-Träger die Übung bestanden. Auf VG-Ebene wurden 4 Funkübungen mitgespielt und 1 Belehrung der Unfallverhütungsvorschriften vorgenommen.

Am 3.Juni 89 erwarben 14 Kameraden das Abzeichen in Bronze und 9, von denen schon 3 über 40 Jahre alt waren, das Silberne Abzeichen.

Soweit einmal etwas von den Ausbildungsmaßnahmen der Wehrleute.
Einige Kameraden besuchten das 110-jährige Fest des Kirchenchores, das leider auf denselben Tag fiel.

Ein Wandertag nach Roßbach fand statt. Ich zitiere nun wörtlich:
„Nach einigen fröhlichen Stunden, die uns besonders unser Kamerad Helmut bescherte, war ein Weitermarschieren unmöglich, und so mussten wir uns nach Hause fahren lassen."

Am 18.August 89 wurde Eckhard Becker als Nachfolger von Burkhard Haubrich zum Wehrführer gewählt, Stellvertreter wurde Klaus Schlemmer.
Burkhard Haubrich selbst avancierte zum Wehrleiter der Verbandsgemeinde Selters. Er tragt somit Mitverantwortung für den ausgezeichneten Ruf aller Wehren in der VG.

Der erste Westerwälder Feuerwehrtag, in Verbindung mit dem 100-jährigen Gründungsfest der Feuerwehr in Selters, wurde an allen Tagen besucht.

 

1990
Das Jahr 1990 stand im Zeichen des Besuchs von Lehrgängen verschiedener Art, um die Leistungsstand Wehr zu erhalten bzw. zu erhöhen.

Des weiteren wurden 15 Hilfeleistungen und 2 Brandeinsätze vorgenommen. Hier fallen die vielen Wespennest-Beseitigungen auf, die eine Gefahr für die Bevölkerung darstellten.

Seltener dagegen die Einsätze am 1.u. 2.März, als durch starken Sturm verursacht die L306 vom Windbruch frei geschnitten, die Oberleitung an Eistrich von Bäumen befreit und die L267 abgesperrt werden mussten.

Mit rund 120 Arbeitsstunden unterstützte einige Wehrangehörigen die Ortsgemeinde beim Bau der Außentoiletten am Bürgermeisteramt.

Beim Turnier des Sportvereins konnte ein souveräner Turniersieg errungen werden, und der Wandertag zum "Schmanddippen" nach Hartenfels ist noch in guter Erinnerung.

 

1991
In der gutbesuchten Generalversammlung am 12.2.91 wurde Bruno Eberz für seine langjährige Tätigkeit in der Feuerwehr mit einer Zinnrolle geehrt.

Im März 1991 wurde die Verkehssicherung für die Prozession nach Marienstatt vorgenommen, wobei die Kameraden am Ende des Zuges eine bessere Verpflegung (sprich: Schnaps) hatten, als die Pilger am Anfang.

Diverse Ölspuren auf Straßen mussten - wie öfters in diesen Jahren beseitigt werden.
Beim Rheinland-Pfalz-Tag im Mai in Montabaur war man mit 17 Mann im Einsatz, und im Juni stellte die Wehr den Fackelzug für den 90.Geburtstag von Johannes Heyer.

Die 800-Jahrfeier der Ortsgemeinde wurde durch Aufbauarbeiten, Wasserversorgung der Tiere, Thekendienst, dem Großen Zapfenstreich und Unterhaltung des eigenen Standes usw. unterstützt.

Zusätzliche Arbeit gab es noch durch die Einführung eines EDV-Systems auf VG-Basis. Alle Materialien und Personen müssen hier erfasst und aufgeführt werden.

Erwähnt sei noch der Besuch in Hamburg, der allen 47 Mitgereisten in bleibender Erinnerung ist.

 

1992
Am 5.Januar 1992 stellte die Wehr beim Brand einer Lagerhalle des Aussiedlerhofes Brüse die komplette Wasserversorgung her und gingen auch unter PA zur Brandbekämpfung vor.

Im April dann ein Einsatz bei einer in Brand geratenen Fichtenschonung „In den Bergen".

Am 23.Mai wurde die Wehr zu einem Verkehrsunfall auf der Umgehungsstraße in Selters gerufen, da die Feuerwehr Selters mit einem Waldbrand auf dem Köppel in Montabaur beschäftigt war. Trotz herbeigeeilter 2 Rettungshubschrauber verstarb ein Verkehrsteilnehmer an den Unfallfolgen.

Am 3.August fand für außenstehende Betrachter ein lustiger Einsatz statt. Ein wilder Bienenschwarm mußte eingefangen werden, um ihn dann wieder im Wald auszusetzen. Dieser Einsatz brachte einigen Kollegen ein paar gezielte Stiche ein.

Am 5.September war man auf Besuch beim 40-jährigen Bestehen der FW Krümmel-Sessenhausen.

Die beiden Martinszüge am 9. u. 10.11. wurden von der Wehr wie in all den Jahren zuvor und danach verkehrsmäßig abgesichert, wobei man beim Entzünden des Feuers nur einmal erfolgreich war, und zwar am Kindergarten. Trotz aller Anstrengungen bekam man das Feuer beim Umzug der Gemeinde nicht an. Der Wettergott war stärker.

Bei der Dienstversammlung der am 13.November in Herschbach wurden Edwin Becker die Goldene und Herbert Desor die Silberne Ehrennadel verliehen.

Ein Bilderabend im November wurde von Raimund Brach hervorragend organisiert.

 

1993
Das Jahr 1993 war ein ziemlich ruhiges Jahr für die Wehr. Der einzige Brandeinsatz war ein Auto- und leichter Gebäudebrand bei der hiesigen Blumengroßhandlung.

Eine Alarmübung am Krankenhaus in Selters mit 19 teilnehmenden Kameraden, davon 10 Atemschutztgeräteträger (AGT) verlief nach Worten von Wehrleiter Burkhard Haubrich zufriedenstellend.
Für die Wehr wurden 7 Funkmelder angeschafft, die die Alarmierung bei kleinen und nicht eilbedürftigen Einsätzen erleichtern und beschleunigen.

Der Vereinsausflug nach Düsseldorf brachte als Höhepunkt auch eine Fahrt mit einem Löschboot. Die Verpflegung durch die Düsseldorfer Kameraden ließ nichts zu wünschen übrig, denn im Nu hatte man ein Fäßchen Altbier geleert.

 

1994
Am 14.5.1994 fand eine Gemeinschaftsübung der AGT's in den Schütz-Werken, Selters statt. In verqualmten Hallen kam bei der Suche nach Vermissten so mancher AGT ins Schwitzen, die anschließende Stärkung ließ dann alles wieder vergessen.

Zur Fachmesse „Interschutz – der Rote Hahn" in Hannover fuhr die Wehr mit Kameraden aus Herschbach, Wölferlingen und Hartenfels und verbrachte einen interessanten und erlebnisreichen Tag.

Am 1.Oktober flog nach Spielereien mit Benzin ein Kanaldeckel in der Bahnhofstraße hoch. Noch 20 Minuten nach der Explosion konnte noch zündfähiges Gemisch im Kanal nachgewiesen werden. Durch Hochdruckbelüften wurde die Gefahr beseitigt.

Bei einem Garagenbrand in der Turmstraße um die Mittagszeit halfen auch Ex-Feuerwehrmänner bei der Löschung.

 

1995
Im Jahre 1995 bestand die Einsatzabteilung aus 24 Aktiven.

Mit 29 Einsätzen (10 mehr als 1994) war die Wehr recht oft gefordert.

Beim Wohnhausbrand in der Ringstraße konnte trotz ungünstiger Alarmierungszeit (werktags um ca. 12.30 Uhr) mit Hilfe der Feuerwehr Herschbach ein Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl und die benachbarte Wohnung verhindert werden.

Beim Festbesuch bei der Feuerwehr Rückeroth wurden auch die Kameraden Franz-Josef Brach und Martin Perleberg mit dem Silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgezeichnet.

Den zweitätigen Ausflug im Oktober in die Rhön nutzte man auch zu einem Abstecher nach Eisennach und zur Wartburg-Einnahme.

 

1996
Im April 1996 hieß es: 5 Mann fahren nach Görlitz ein neues TSF abholen. Nach sehr langer, anstrengender Fahrt, von Stau zu Stau, konnte der „Sprinter" sicher in Marienrachdorf stationiert werden.

Ein Flächenbrand in der Baumschule an der L306 wurde zusammen mit Tanklöschfahrzeugen aus Selters und Herschbach gelöscht.

 

1997
Mit 13 Einsätzen war 1997 eher ein ruhiges Jahr.

Im Juni verstarb Helmut Müller, ehemaliger Wehrführer, und bis zuletzt mit großem Interesse bei der Wehr.

Das Sommerfest 97 war, trotz mäßigem Besuch, recht lohnenswert, gerade im Hinblick auf die Beschaffung der neuen Feuerwehrüberjacken.

Im September wurde Klaus Schlemmer als Nachfolger von Eckhard Becker, der aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte, zum Wehrführer gewählt.

Möge dem neuen Kommandanten zusammen mit seinen Wehrleuten immer eine glückliche Hand bei hoffentlich seltenen Einsatzfällen beschieden sein.

Möge dazu der Übungseifer nicht nachlassen und auch die Jugendfeuerwehr zu gutem Nachwuchs herangeführt werden.
Wie man hört sind die Jüngsten, auch zwei Mädchen zählen dazu, mit viel Eifer bei der Sache.
So kann dann die Freiwillige Feuerwehr Marienrachdorf mit Zuversicht den kommenden Herausforderungen im nächsten Jahrhundert entgegensehen.

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